Häufig gestellte Fragen

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FAQ

Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen im Bezug auf die Ökumenische Kampagne 2024.

  • Armut, Hunger und Mangelernährung verhindern, dass Menschen in Würde leben können.
  • Hunger und Mangelernährung verhindern, dass vor allem junge Menschen ihre Potenziale entwickeln können. Dies bedroht deren Aussicht auf eine bessere
  • Unsere Vision ist eine Welt ohne Hunger, in der das Recht auf eine angepasste und gesunde Ernährung gesichert ist.
  • 733 Millionen Menschen weltweit litten im Jahr 2023 an Hunger.
  • 2,8 Milliarden Menschen, also jeder Dritte auf der Welt, konnten sich 2022 keine gesunde Ernährung leisten.
  • Die Ursachen liegen hauptsächlich darin, dass die Produktion von Lebensmitteln dort erfolgt, wo dies billig ist, und der Verkauf dort, wo die Kaufkraft hoch ist.
  • Die Konzentration der Produktion auf Lebensmittel für den Export führt dazu, dass Menschen Produkte anbauen, die sie sich selbst nicht leisten können.

Viele Menschen im Globalen Süden nehmen quantitativ genügend Kalorien zu sich (hauptsächlich Reis, Mais, Weizen). Sie leiden aber trotzdem an qualitativer Mangelernährung (Mangel an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen), weil sie keinen Zugang zu Gemüse, Früchten und tierischen Produkten haben.  

Mangelernährung bewirkt irreversible Schäden: 

  • Geschwächtes Immunsystem (anfällig für Infektionen, schwere Krankheitsverläufe) 
  • Verminderte Arbeitsfähigkeit (zu schwach für körperliche Arbeiten)  
  • Beeinträchtigung der körperlichen Entwicklung beim Kind (Wachstum, motorische Entwicklung) 
  • Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung beim Kind (Konzentration, Lernfähigkeit) 
  • Unter solchen Umständen ist eine gute Schul- und Berufsbildung bzw. Berufsausübung nicht möglich.  

Die Armutsspirale dreht sich weiter. Die Zukunftsaussichten werden auch für zukünftige Generationen zerstört. 

Wir zeigen Menschen als handelnde Partner:innen, die ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen. Wir vermeiden ein paternalistisches Entwicklungsverständnis, Elendsstereotype und das Bild von passiven Hilfsempfänger:innen. 

  • Die Ärztin des Kampagnensujets heisst Fatima Mbacke und ist in Ausbildung in Dakar, Senegal.  
  • Fatima steht für einen Traum, der für sie Wirklichkeit wurde: eine gute Berufsausbildung. Für viele andere jedoch bleibt dies nur ein Traum. 
  • Fatima ist ein Beispiel für eine Aufwärtsspirale: Sie hatte eine gute Ernährung und konnte sich dadurch gut entwickeln; sie hatte einen Traum und konnte ihn verwirklichen. Sie kann ihrer Gemeinschaft etwas zurück- und weitergeben. 
  • Für viele Menschen im Globalen Süden geht die Spirale abwärts: Sie leiden an Hunger und/oder Mangelernährung, sie können ihre Träume nicht verwirklichen und können ihrer Gemeinschaft nichts zurück- oder weitergeben. 
  • Viele Menschen im Globalen Süden können sich keine ausgewogene Ernährung leisten.  
  • Sie weichen auf Billignahrung aus, Fast Food und hochverarbeitete Lebensmittel mit viel Fett und «leeren» Kalorien.  
  • Dies führt zu Nährstoffmangel, aber oft auch zu krankhafter Fettleibigkeit. 

Es braucht eine Stärkung von vielseitiger lokaler Produktion und damit der lokalen Ernährungssysteme. Dies erfordert mehr Wertschätzung und Förderung des lokalen Wissens zu Anbau und Ernährung. 

Wir können helfen, indem wir  

  • saisonal und regional konsumieren und damit die Dynamik der Profitmaximierung von Agrarkonzernen drosseln. 
  • Lebensmittelverschwendung vermeiden. 
  • beim Einkauf Fairtrade-Produkte bevorzugen. 
  • Geld an Organisationen spenden, die sich in diesem Bereich engagieren. 
  • politische Kampagnen unterstützen, die sich für ein gerechtes Ernährungssystem einsetzen. 

Auf dem Hungertuch verschmelzen Erde und Brot auf einem kosmischen Hintergrund. Beides ist wesentlich für die Existenz der Menschheit. Messer und Gabel liegen neben dem Erdenbrot bereit. Das Besteck ist Einladung und Bedrohung zugleich. Wird das Brot angeschnitten, so auch unsere Erde.  

Es stellen sich folgende Fragen:  

  • Wer verzehrt die Welt? Wer ernährt sie, und wer wird ernährt? Wer wird gesättigt, und wessen Zukunft wird gefressen? 
  • Gelingt es, die Weltbevölkerung gesund zu ernähren und die Erde zu bewahren? Und wer sollte das tun? 
  • In der Ökumenischen Kampagne geht es darum, die Ursachen und Folgen von Hunger und Mangelernährung anzusprechen und Lösungen aufzuzeigen.  Mit der Kampagne erreichen wir Zielgruppen im kirchlichen wie im nichtkirchlichen Umfeld.   
  • Im kirchlichen Umfeld erreichen wir 7’800 Mitarbeiter:innen von Kirchgemeinden und Pfarreien wie Pfarrer, Kateches:innen oder Pfarreisekretär:innen, sowie Mitglieder von Kirchgemeinden und Pfarreien. 
  • Im nichtkirchlichen Umfeld findet die Ökumenische Kampagne bei Bevölkerungsgruppen (politische Mitte und Mitte-Links), die sich für Nord-Süd-Fragen interessieren und sich aktiv oder passiv für eine gerechte Welt einsetzen und unsere Werte teilen, Freunde, Bekannte, persönliche Kontakte und Familienmitglieder der direkten Zielgruppe Beachtung. 
  • Insgesamt erreichen wir die breite Öffentlichkeit (ca. 35% der CH-Bevölkerung) durch Werbung (Plakate, TV, Radio etc.) und Informationsmaterialien. 
  • Wir sensibilisieren dafür, dass unser Ernährungssystem so transformiert werden muss, dass Hunger und Mangelernährung reduziert und der Zugang zu angepasster und gesunder Nahrung im Globalen Süden verbessert wird.  
  • Die Ökumenische Kampagne erreicht jedes Jahr zwischen 2.5 – 3 Millionen Personen. Wenn nur ein Teil dieser Menschen ihr Verhalten verändert, haben wir bereits viel erreicht. 
  • Weiter können dank Spenden der Kampagne zahlreiche Projekte von Fastenaktion und HEKS im Globalen Süden finanziert werden. Diese mildern die Auswirkungen des heutigen ungerechten Ernährungssystems und ermöglichen Menschen den Zugang zu Nahrung und sicheren Lebensgrundlagen. 
  • Zudem unterstützen jedes Jahr mehrere 1000 Personen unsere politischen Forderungen, was auch zu einem Systemwandel beiträgt. 

 

  • Der nachhaltige Ansatz, den Fastenaktion und HEKS in ihren Projekten verfolgen, ist eine kleinräumige Landwirtschaft auf der Basis von agrarökologischen Prinzipien, die Biodiversität fördert und an lokale Gegebenheiten angepasst ist. So werden die Ernährung und die Gesundheit der Menschen verbessert und Zukunftsaussichten für mehrere Generationen geschaffen. 
  • Die Erfolge unserer Projekte zeigen, dass unsere Strategien etwas bewirken und wir die Unterernährung in Dorfgemeinschaften nachhaltig beenden können. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, auch hier in der Schweiz unser Produktions- und Ernährungssystem entsprechend zu transformieren. Damit alle Menschen eine Chance auf eine gute Zukunft ohne Hunger haben.